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Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüsse eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Am Anfang der Schöpfung stand bei den Sumerern Himmel & Erde. Die Schöpfung der Erde begann mit der Vereinigung von An "Himmel" und Ki "Erde". Das ist durchaus als sexuelle Vereinigung zu sehen. Dabei entstand Anki (Himmel & Erde). Aus dem unbelebten Himmel wurde der Himmelsgott An und aus Ki das Urgötterpärchen En-Ki und Nin-Ki (En-ki hier ist nicht der Enki aus Eridu). Diese "Hochzeit" wird auch die Kosmische Hochzeit genannt.
Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als S…
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Kampfsport im Alten Orient

Anhand von Darstellungen, insbesondere aus der frühdynastischen Zeit, ist erkennbar, dass der Ringkampf und der Faustkampf ausgeübt wurde. Neben Rollsiegeln, welche wohl Gilgamesch´s Gefährten Enkidu im Ringkampf mit einem Löwen zeigen und einer Steintafel mit zwei Faustkämpfern im Lendenschurz, sticht vor allem einer Kupfer-Bronzestatue, die zwei kämpfende Ringer mit Vasen auf dem Kopf darstellt, heraus. (Museum Irak, IM41085) Diese Statue stammt wohl aus dem Nintu-Tempel im Gebiet von Khafajah/Eshunna (Irak) und wird auf etwa 2600 v.u.Z. geschätzt. Die Ringer haben dabei einen dicken Gürtel am Lendenschurz, an dem (scheinbar ähnlich wie beim Sumoringen) die Hände angesetzt werden.

Auch in einem Brief des Königs Šamši-Adad an seinen Sohn Jasmaḫ-Adad (um 1780 v.U.Z.) kommt ein Vergleich zu Ringkampf vor:
"Ja auch der Feind sucht gegenüber euch ständig nach "Kniffen" und will sich euch permanent in den Weg stellen, wie ein Ringer"


Auch der babylonische Gilgamesh-Ep…

Geschichte der Seefahrt (Mesopotamien)

120.000–60.000 v.u.Z.: Mittelpaläolithikum: einfache Wasserfahrzeuge wurden möglicherweise schon während der mittleren Altsteinzeit verwendet; dies lässt sich bisher nicht sicher nachweisen

40.000 v.u.Z.: Australien: Die ersten Siedler in Australien können als die ersten bisher bekannten Seefahrer bezeichnet werden.

21.000 v.u.Z..: Japan: Küstenschifffahrt ist für diese Zeit nachgewiesen.

10.000 v.u.Z.: Nordeuropa: erste Boote in Nordeuropa mit Fellen über einem Gerüst aus Holz oder Geweihstücken.

9500 v.u.Z.: Nordeuropa: das Paddel von Star Carr (Nordseeküste) ist einer der ältesten Hinweise auf frühen Bootsbau. Etwas jünger ist das in Schleswig-Holstein gefundene Paddel von Duvensee, das um 6500 v.u.Z. geschnitzt wurde.

7000 v.u.Z.: Um diese Zeit beginnen die Menschen erstmals, Wasserfahrzeuge zu bauen, mit denen die Hohe See befahren werden kann. Es sind wahrscheinlich schon Plankenboote oder größere Fellboote. Zypern, Kreta, Sardinien, Irland, und auch die Kanarischen Inseln zeigen au…

Der Turiner erotische Papyrus

Der Turiner erotische Papyrus, entstanden um 1150 v.u.Z., in der Zeit der 20. Dynastie des Alten Ägypten, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in Deir el-Medina entdeckt und unter der Nummer 55001 im Ägyptischen Museum in Turin aufgenommen.
Von dem ursprünglich ca. 3,20 m langen Papyrus sind heute 2,59 m in recht schlechtem Zustand erhalten. Seine Breite beträgt 21,5 cm. Er besteht aus zwei Teilen: einem satirischen Teil, von dem nur 85 cm erhalten sind, und einem erotischen Teil mit einer Länge von 1,74 m. Im satirischen Teil werden sich als Menschen verhaltende Tiere dargestellt. Der erotische Teil setzt sich aus zwölf unabhängigen Szenen zusammen.

Die letzten zwei Drittel des Turiner Erotischen Papyrus bestehen aus einer Serie von zwölf Vignetten, die Männer und Frauen in verschiedenen sexuellen Positionen zeigen. Die Männer in den Abbildungen sind mit übertrieben großen Genitalien dargestellt und entsprechen nicht den ägyptischen Standards der körperlichen Attraktivität.

Nachdem der fr…

Messer vom Gebel el-Arak

Das Messer vom Gebel el-Arak ist ein aus Elfenbein und Feuerstein gefertigtes Prunkmesser aus der prädynastischen Periode (Ägypten, Naqada IIIa, um 3200 v.u.Z.). Berühmtheit erlangte das Messer durch das Dekor seines Griffes, auf welchem sowohl Motive der frühen ägyptischen als auch der vorderasiatischen Kunst abgebildet sind.
Die Klinge wurde aus gelblichem Feuerstein gefertigt und hat ein Gewicht von 92,3 Gramm und einer Länge von 18,8 Zentimeter. Der Griff ist aus Nilpferd-Bein und hat eine Länge von 9,5 Zentimeter.


https://de.wikipedia.org/wiki/Messer_vom_Gebel_el-Arak

Die oberste Reihe der Knaufseite zeigt ein Motiv, das in der vorderasiatischen Kunst dieser Epoche häufig auftaucht und in der Forschung als „Herr der Tiere“ bezeichnet wird. Man erkennt einen nach links blickenden Mann, der zwei auf ihren Hinterbeinen stehende männliche Löwen ergreift. Der Mann ist mit einem glatten Rock bekleidet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Messer_vom_Gebel_el-Arak

Das Motiv erinnert sehr stark an …

Blauer Lotus in Ägypten

Nymphaea caerulea, auch Blauer Lotus, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Seerosen.
Die Blüten öffnen sich vormittags und schließen sich am späten Nachmittag. Über Nacht bleiben sie geschlossen, um am nächsten Tag wieder aufzublühen. Die Blüten von Nymphaea caerulea
enthalten psychoaktive Substanzen.

Nymphaea caerulea wurde schon im Alten Ägypten genutzt. Im Grab von Ramses II. wurden getrocknete Blüten von Tigerlotus und Nymphaea caerulea gefunden. Auch in zahlreichen Darstellungen finden sich die Blüten von Tigerlotus (Nymphaea lotus) und Nymphaea caerulea. Während die weißen Blüten des Tigerlotus Trinkgefäße schmücken, stehen die blauen Blüten von Nymphaea caerulea für rituell genutzte Gefäße und Flüssigkeiten. Daraus und aus der Tatsache, dass Nymphaea caerulea zusammen mit Schlafmohn und Alraune dargestellt wird, schließt William A. Emboden, dass die psychoaktiven Eigenschaften bekannt waren und genutzt wurden.
Die Pflanzenextrakte wirken betäubend und euphorisierend zugle…

frühdynastische (ED I-II ) Rollsiegel

Sivatherium von Kiš

Bei der Ausgrabung der sumerischen Stadt Kiš durch das Field Museum of Natural History und die Universität Oxford stieß man auf einen 18 Zentimeter großen Zügelring aus Bronze aus der Zeit um 2800-2750 v.u.Z. (späte Frühdynastisch-I-Zeit). Das Objekt stellt ein gehörntes Huftier dar, dessen genaue Interpretation Schwierigkeiten bereitet. Während es weithin als Darstellung eines Damhirsches gedeutet wurde (Henry Field (1930) und Berthold Laufer (1931)), hat es jedoch (laut Edwin H. Colbert 1936) auch bemerkenswerte Übereinstimmung mit dem vermeintlich im Pleistozän ausgestorbenen Sivatherium, einer einst in Afrika und Indien verbreiteten Art von Rindergiraffen. 1977 wurden die abgebrochenen Enden des Geweihs der Figur durch Michael Müller-Karpe wieder aufgefunden, jedoch waren diese länger, als man es bei einem Sivatherium, wie es Colbert rekonstruierte, erwarten sollte, was schließlich wieder für die Identifizierung als Damhirsch sprach. 1990 veröffentlichte Christine Janis ein Gege…