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Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüsse eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Am Anfang der Schöpfung stand bei den Sumerern Himmel & Erde. Die Schöpfung der Erde begann mit der Vereinigung von An "Himmel" und Ki "Erde". Das ist durchaus als sexuelle Vereinigung zu sehen. Dabei entstand Anki (Himmel & Erde). Aus dem unbelebten Himmel wurde der Himmelsgott An und aus Ki das Urgötterpärchen En-Ki und Nin-Ki (En-ki hier ist nicht der Enki aus Eridu). Diese "Hochzeit" wird auch die Kosmische Hochzeit genannt.
Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als S…
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Spondylus-Muschel - das neolithische "Gold"

Die Stachelaustern, auch Klappmuscheln (Spondylus) sind eine weltweit in den wärmeren Meeren verbreitete Muschelgattung. In Europa ist die Gattung im Schwarzen Meer, Mittelmeer und dem angrenzenden Atlantik durch die Lazarusklapper (Spondylus gaederopus) vertreten.

Im Neolithikum wurden in Süd- und Südosteuropa Gehäuse der Lazarusklapper zu Schmuckstücken und Kleidungsbestandteilen verarbeitet und über große Entfernungen gehandelt, wie archäologische Funde aus Österreich zeigen, wo auch Perlen von Stachelaustern gefunden wurden. Vermutlich stammten die meisten Gehäuse aus dem Schwarzen Meer.

In Südamerika dienten Gehäuse von anderen Spondylus-Arten wie der tropischen Spondylus pictorum (auf Quechua mullu genannt) bei den Nazca-Kulturen, Moche, Chimú und Inka zur Herstellung von Schmuck und dienten wahrscheinlich auch rituellen Zwecken. Die Arten der Gattung Spondylus werden in vielen Gebieten als Delikatesse gegessen. (1)

Europa Das beliebteste Tauschobjekt der ersten Bauern in Deutsc…

Mythologie und Phylogenese

"Die Urahnen der großen Mythen" - Julien d'Huy

Anthropologen und Ethnologen analysieren Märchen, Mythen und Sagen, um Entwicklungslinien aufzudecken. Mit den Algorithmen von Genetikern verfolgen sie die Evolution der "Mythenfamilien" bis in vorgeschichtliche Zeit – und rekonstruieren deren Urformen.

Computeranalyse uralter Legenden

1. Drei Mythenfamilien sind weltweit in zahlreichen Varianten vertreten: "Kosmische Jagd", "Pygmalion" und "Polyphem". Jede Version lässt sich in ihre charakteristischen Einzelelemente zerlegen, so genannte Mytheme.

2. Mytheme entsprechen in der Genetik den Grundbausteinen der DNA, sie kodieren gleichsam einen Mythos. Mit Hilfe phylogenetischer Algorithmen lassen sich daher Stammbäume und sogar die Urform einer Familie rekonstruieren.

3. Mythenstammbäume spiegeln auch die Besiedelungsgeschichte der Erde durch den Menschen wider. Insbesondere die "Kosmische Jagd" und "Polyphem" reichen…

Schöpfungsmythen antikes Griechenland

Hesiod : Die Theogonie (Geburten der Götter)

Urschöpfung: Himmel und Erde, Titanen (116-187)
Wahrlich, zuerst entstand das Chaos und später die Erde,
Breitgebrüstet, ein Sitz von ewiger Dauer für alle
Götter, die des Olymps beschneite Gipfel bewohnen
Und des Tartaros Dunkel im Abgrund der wegsamen Erde,
Eros zugleich, er ist der schönste der ewigen Götter;
Lösend bezwingt er den Sinn bei allen Göttern und Menschen
Tief in der Brust und bändigt den wohlerwogenen Ratschluß.
Aus dem Chaos entstanden die Nacht und des Erebos Dunkel;
Aber der Nacht entstammten der leuchtende Tag und der Äther.
Schwanger gebar sie die beiden, von Erebos' Liebe befruchtet.

Gaia, die Erde, erzeugte zuerst den sternigen Himmel
Gleich sich selber, damit er sie dann völlig umhülle,
Unverrückbar für immer als Sitz der ewigen Götter,
Zeugte auch hohe Gebirge, der Göttinnen holde Behausung,
Nymphen, die da die Schluchten und Klüfte der Berge bewohnen;
Auch das verödete Meer, die brausende Brandung ge…

Schöpfungsmythos Osttimor

LEGENDE VON OSTTIMOR
Die Krokodilgeschichte Vor vielen Jahren lebte ein kleines Krokodil in einem Sumpf an einem weit entfernten Ort. Es träumte davon, ein großes Krokodil zu werden, aber als das Essen knapp wurde, wurde es schwach und wurde immer trauriger und trauriger. Es ging zum offenen Meer, um Nahrung zu finden und seinen Traum zu verwirklichen, aber der Tag wurde immer heißer und es war noch weit vom Meer entfernt. Das kleine Krokodil - schnell austrocknend und nun in Verzweiflung - legte sich hin um zu sterben. Ein kleiner Junge hatte Mitleid mit dem gestrandeten Krokodil und trug es zum Meer. Das Krokodil, sofort wiederbelebt, war dankbar. "Kleiner Junge", sagte es, "du hast mir das Leben gerettet. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, ruf mich bitte an. Ich werde dir zur Verfügung stehen ... " Ein paar Jahre später rief der Junge das Krokodil, das jetzt groß und stark war. "Bruder Krokodil", sagte er, "ich habe auch einen Traum. Ich möchte d…

Schöpfungsmythen der Aborigines/Australien

Wie das Land entstand  Zu Anbeginn gab es nur das große Salzwasser. Aus den Tiefen stieg Ungud, die Regenbogenschlange, empor. Steil richtete sie sich auf und warf ihren Bumerang in einem weiten Umkreis über das Meer. Mehrmals berührte der Bumerang auf seinem Flug die Fläche des Salzwassers, und dort schäumte das Wasser auf, und glattes, ebenes Land kam zum Vorschein. Ungud wanderte über dieses neue, weiche Land und legte viele Eier, aus denen neue Urzeitwesen schlüpften. Es waren die Wondjina, und sie wanderten in alle Richtungen.

Wie die ersten Männer entstanden Vor langer Zeit schuf Pund-jel der große Schöpfergeist alle Dinge auf der Erde und alle Lebewesen, außer den Frauen. Er trug ein großes Steinmesser bei sich, und als er die Erde schuf, zerschnitt er sie an vielen Stellen, so dass Berge, Täler und Wasserläufe entstanden. Dann schnitt er mit seinem Messer drei größere Rindenstücke. Auf das erste legte er feuchten Ton, den er so lange bearbeitete, bis er glatt und formbar wurde.…