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Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüsse eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Am Anfang der Schöpfung stand bei den Sumerern Himmel & Erde. Die Schöpfung der Erde begann mit der Vereinigung von An "Himmel" und Ki "Erde". Das ist durchaus als sexuelle Vereinigung zu sehen. Dabei entstand Anki (Himmel & Erde). Aus dem unbelebten Himmel wurde der Himmelsgott An und aus Ki das Urgötterpärchen En-Ki und Nin-Ki (En-ki hier ist nicht der Enki aus Eridu). Diese "Hochzeit" wird auch die Kosmische Hochzeit genannt.
Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als S…
Letzte Posts

Brief von Ugubi an seine Mutter

1-3. Reisender, Reisender, sag meiner Mutter, was Ugubi sagt:
4-11. Urim ist die fröhliche Stadt von Nanna. Aber ich sitze hinter der Tür des Hauses des Chefmusikers in Eridug, der reichhaltigen Stadt von Enki. Die Sehnsucht verzehrt mich. Ich möchte nicht sterben, weil das Brot nie frisch und das Bier nie frisch ist. Senden Sie mir sofort einen Boten. Es eilt. (Q1)

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Der Sohn, „Affe“ genannt, ist pleite. Sein Bettelbrief an die Mutter stammt aus dem Jahr 2000 v.u.Z.
Zu Ludiludi, meiner Mutter, sprich: Ur ist die Stadt der Wonne Nannas, Eridu ist die Stadt des Überflusses Enkis. Ich aber sitze hinter der Tür des Großsängerhauses, esse Abfälle. Daß ich daran nicht sterbe! Brot koste ich nicht, Rauschtrunk koste ich nicht! Einen Eilboten schicke mir! Dringlich! (Q2)---------------------

01. Bote, Bote, zu meiner Mutter
02. sag
03. was Affe sagt:
04. Ur ist die Stadt, die von Nanna strahlt.
05. In Eridu, der wohlhabende Stadt von Enki,
06. sitze ich tatsächlich hint…

Ennigaldi-Nanna´s Museum

Bel-Shalti-Nanna, auch Ennigaldi-Nanna genannt , war eine babylonische Prinzessin, die um 554 v.u.Z. lebte und die Tochter von Nabonid, dem letzten neo-babylonischen König war .
Sie war Hohepriesterin des Mondgottes Nanna (Sin) im "Giparu" in Ur und leitete als Schulverwalterin eine Priesterschule, die bereits über acht Jahrhunderte alt war und
in der junge Frauen der Oberschicht den Emesal-Dialekt erlernten.

Das "Giparu" war nur für die Hohepriesterin des Mondgottes bestimmt und Männern war es strengstens untersagt, es zu betreten. Das "Giparu" wurde nach der frühdynastischen Zeit mehrmals umgebaut. Auch Nabonid baute um 590 v.u.Z. das "Giparu" um, ohne zu wissen, dass dies das letzte Mal sein würde, dass es wieder aufgebaut wurde. Er notierte auf Ziegelsteintafeln:

"... an der Seite von E-gipar baute ich das Haus von Ennigaldi-Nanna, meiner Tochter, der Entu-Priesterin des Sin, neu."


Während der Ausgrabung in Ur entdeckte Sir Leonard W…

Briefe von Lugal-Nesaĝe an einen König

Derartige "literarische Briefe" wurden in den Schreiberschulen der altbabylonischen Zeit (bspw. in Nippur) gelehrt. Es sind vermutlich fiktive Briefe. (Q1)


Brief von Lugal-Nesaĝe an einen König, der wie der Mond strahlt

Version A (von Nibru)
1-5. Sagen Sie dies dem König, der seine Strahlen wie das Mondlicht über alle Länder verbreitet hat. Wiederhole es dem König, der als Einziger Urteile wie Utu fasst und Entscheidungen wie Ištaran aufstellt, meinem König, der die Gebete beachtet.
Dies ist, was Lugal-nesaĝe, ein Bürger von Nibru und dein Diener, sagt:

6-11. Wie ein Schaf benutze ich meinen Mund, um Gras zu essen, und ich bin nicht vertraut damit, mich mit Seife zu waschen. Wie ein Ochse, der ein Joch trägt, das er nicht tragen kann, bin ich in die Hochebene vertrieben worden. Wie eine Kuh, deren Kalb nicht in der Nähe ist, stoße ich erbärmliche Schreie aus. Wie bei einem Mutterschaf, dessen Lamm im Melkstift festgehalten wird, greifen mich die Hände. Wie bei einem Vogel …

Kiš

Kiš oder Kisch (arab. Tall al-Uhaymir, auch el-Oheimir) war eine Stadt im Überschwemmungsgebiet des Euphrat und in der Nähe des Tigris im heutigen Zentral-Irak, 13 Kilometer östlich von Babylon und etwa 80 Kilometer südlich von Bagdad gelegen. Die Stadt existierte etwa ab 3000 v.u.Z.. Kiš war laut der Tradition der sumerischen Königsliste das erste Königreich im Zweistromland und entstand direkt nach der Flut. Etwa um das Jahr 1335 wird Kisch von den Mongolen zerstört und danach nicht mehr besiedelt

Die Ausgrabungsfunde belegen einen Friedhof, eine Zikkurat zu Ehren des Staatsgottes Zababa, welches um 2500 v.u.Z. erbaut wurde und einen Tempel aus dem 6. Jahrhundert v.u.Z., der vermutlich der sumerischen Göttin Inanna gewidmet war. Der Bau des Tempels wird mit Nebukadnezar II. in Zusammenhang gebracht. Herausragendstes Monument für die frühe Epoche ist vor allem der Königspalast, möglicherweise des ersten historisch gesicherten sumerischen Herrschers Mesilim.

Erste Besiedlungen fand …

Nabonid

Das letzte Kapitel Babylons

Nabonid regierte von 556-539 v.u.Z. als letzter König des Neubabylonischen Reiches. Sein Name bedeutet: „Nabu ist erhaben“. Der Babylonierkönig sah sich selbst als Erbe Assyriens; des Landes, das 609 v.u.Z. durch die militärische Niederlage gegen die Babylonier und Meder seine politische Eigenständigkeit verlor. Nabonid berief sich in theologischer Hinsicht auf den Zustand des Landes Babylonien vor Gründung des neubabylonischen Reiches (und dem Marduk-Kult). Die vom Babylonierkönig betriebene Wiedereinführung assyrischer Kulte und Restaurierung der alten Tempelheiligtümer verursachte Spannungen mit der Marduk-Priesterschaft, die mit ihrer Reaktion den Babylonierkönig möglicherweise veranlassten, für zehn Jahre nach Tayma (große Oase in Saudi-Arabien) zu gehen. Nabonids Absetzung von Marduk als oberster Gottheit ließ die Priesterschaft schließlich mit dem Perserkönig Kyros II. kooperieren, der den Fall Babyloniens und damit verbunden das Ende des Babylonier…

Königliche Frauen in frühdynastischer Zeit

Die Königsfrauen, bzw. Stadtfürstinnen, konnten wie der Stadtfürst selbst, repräsentative Zeremonien alleine abhalten. Die Stadtfürstinnen von Lagaš unterhielten einen vom Haushalt des Stadtfürsten getrennten eigenen Haushalt, zu dem auch Ländereien und eigene Manufakturen gehörten. Zum Personalbestand zählten u.a. Hebammen, Musikerinnen, Sänger, Schreiber, Mundschenke, Friseusen, Lederwerker, Zimmermänner, Schmiede, Steinschneider, Köche, Bäcker, Weberinnen, Spinnerinnen, Ziegenmägde und auch zur Zwangsarbeit verpflichtete Kriegsgefangene. Zu den Aufgaben einer frühdynastischen Stadtfürstin gehörte es, Entscheidungen für den eigenen Haushalt zu treffen, repräsentative Aufgaben im Palast wahrzunehmen und eigene diplomatische Beziehungen zu anderen Stadtfürstinnen zu unterhalten. Sie übten aber wohl keine gesetzgebende Funktion aus. Sie hielten mit Hilfe von Geschenken, Stiftungen und regelmäßigen kultischen Handlungen die Bindungen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen…

Königin Kubaba

In den sumerischen Königslisten wird unter der 3. Dynastie von Kish (um 2400 v.u.Z.) die Königin Kubaba aufgeführt. Sie wurde, so scheint es, später als Göttin gesehen. Sie ist eine der wenigen - wenn nicht gar die Einzige - Frau, die ein königliches Amt inne hatte. Ihr Sohn war Puzur-Sin um 2380 v.u.Z. und er entspricht der 4. Dynastie von Kish. Ihr Enkel war Ur-Zababa um ca. 2370 v.u.Z., der wohl von seinem Mundschenk Sargon von Akkad entmachtet wurde. Kubaba (in der Weidner oder Esagila Chronik;  sumerisch: Kug-Bau) ist die einzige Königin auf der sumerischen Königsliste und soll 100 Jahre lang regiert haben.

Königin Kubaba begann ihre Karriere wohl als Tavernenchefin.

Als Göttin war die Stadtgöttin von Karkamiš am oberen Euphrat, wo sie wohl seit altassyrischer Zeit bezeugt ist. Der Name der Göttin Kubaba (in Ugarit: kbb) wird mit dem Zeichen für Vogel geschrieben, und ihr waren Tauben heilig. In dem Kubaba-Relief aus Karkamiš steht ihr Thron auf einem Löwen, der das andere Symbo…