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Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüsse eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Am Anfang der Schöpfung stand bei den Sumerern Himmel & Erde. Die Schöpfung der Erde begann mit der Vereinigung von An "Himmel" und Ki "Erde". Das ist durchaus als sexuelle Vereinigung zu sehen. Dabei entstand Anki (Himmel & Erde). Aus dem unbelebten Himmel wurde der Himmelsgott An und aus Ki das Urgötterpärchen En-Ki und Nin-Ki (En-ki hier ist nicht der Enki aus Eridu). Diese "Hochzeit" wird auch die Kosmische Hochzeit genannt.
Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als S…
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Bier im Alten Orient II

Für die Bewohner Sumers bedeutete Bier ein unverzichtbares Lebensmittel, das sie in bekömmlicher Form mit hochwertigen Nährstoffen, mit notwendigen Vitaminen, vor allem Vitamin B, mit Spurenelementen, darunter Kieselsäure, versorgte. Bier sowie Fluss- und Grundwasser bildeten die einzigen weit verbreiteten Getränke, deren man in der Hitze doch so sehr bedurfte. Doch anders als Wasser war das Bier durch sein saures Milieu (pH < 4,5) frei von pathogenen Keimen und wirkte sogar entzündungshemmend. Bier wurde damals wie heute aus Gerste hergestellt.Entsprechend der Präsenz von Bier liegen unzählige Keilschriftquellen jeder Art für Bier, Brauen und Biertrinken vor, die die sumerische Bierkulturerahnen lassen.Doch in manchen Fällen gelang es nicht, die zentralen Text zum Bierbrauen (Ninkasi-Hymne und Trinklied von Civil 1964) mit dem aus anderen Quellen gewonnenen Befund oder mit den experimentell erzielten Ergebnissen  in Einklang zu bringen.Das bildete den unmittelbaren Anlass für eine…

Horemheb und Amenia

Kalksteinstatue von Horemheb und Amenia. Ägypten, 1300–1250 v.u.Z. Bei einer Ausgrabung des Grabes des Pharaos Horemheb im Jahr 1976 entdeckte ein Team von Archäologen ein fehlendes Stück der Statue - die gefalteten Hände des Paares. Im Jahr 2009 wurde bestätigt, dass es sich bei der Statue um Horemheb handelt, der die ägyptischen Streitkräfte unter Tutanchamun befehligte, bevor er Pharao wurde, und um seine Frau Amenia.
Die komplette Statue zeigt Amenia, die die linke Hand ihres Mannes in ihre beiden legt. Es ist eine ungewöhnlich zarte und persönliche Geste, die das Paar zutiefst verliebt zeigt, bevor Horemheb Pharao wurde.



https://blog.britishmuseum.org/love-around-the-world/

Barbar-Tempel und Grabfelder Dilmun

Der Barbar-Tempel ist eine archäologische Stätte im Dorf Barbar an der Nordküste der Hauptinsel Bahrain und gilt als Teil der Dilmun-Kultur.

Bei den Ausgrabungen konnten drei aufeinanderfolgende Tempelbauwerke unterschieden werden (Tempel I – III). Der älteste dieser Tempel wurde um 3000 v.u.Z. (andere Angabe: 2250 v.u.Z.) errichtet. Die drei Tempel wurden übereinander gebaut, der zweite etwa 500 Jahre später und der dritte zwischen 2100 - 2000 v.u.Z. hinzugefügt.

Es ist nicht bekannt welche Gottheit hier verehrt wurde. Aus mesopotamischen Texten ist bekannt, dass Inzak die Hauptgottheit von Dilmun war, der wiederum als Sohn des Enki angesehen wurde.

In einem Schacht fanden sich Alabastergefäße, der Kupfergriff eines Spiegels in Menschenform und der Kupferkopf eines Bullen.

Bei der Gründung des Tempels I wurden Opfergaben im Tonkern der Tempelterrasse deponiert und bestanden aus Dutzenden von Tonbechern, die in getrennten Gruppen gefunden wurden und jeweils sieben Becher enthielten, di…

Ereškigal

Wegen der Abwesenheit Ereškigals in den frühdynastischen Götterlisten ist anzunehmen, dass die Unterweltsherrin erst später in den sumerischen Pantheon eingeführt wurde oder die Göttin vorher unter einem anderen Namen (womöglich als Ninki) bekannt war. Ereškigal wird meist als Tochter des Himmelsgott An bezeichnet.
Ereškigal wird beschrieben als nackte Göttin mit Augen aus Stein und schwarzen Haaren. Manchmal trägt sie ein Löwenhaupt. Sie fährt in einem Boot über den Grenzfluss Ḫubur, der zwischen dem Reich der Lebenden und der Unterwelt fließt, um die am anderen Ufer niedergelegten Opfergaben einzusammeln. Ihr (irdischer) Haupttempel befand sich in Kutha.

Die Ehe-Beziehung zwischen Nergal und Ereškigal entstand wohl erst am Ende der altbabylonischen oder in der mittelbabylonischen Zeit. Im Mythos "Nergal und Ereškigal", als der Gott die Unterweltsgöttin ergriffen hat und dabei ist, sie zu töten, wünscht sich Ereškigal auch in der Zukunft über die Unterwelt zu herrschen, wob…

Gründungs-Kanephore Gudea

Eine Karyatide ist eine Skulptur einer weiblichen Figur mit tragender Funktion in der Architektur. Eine alternative Bezeichnung ist Kanephore (griechisch ‚Korbträgerin‘). Karyatiden ersetzen in der Architektur Säulen oder Pfeiler bei Portalen und in der Fassadengliederung. Sie tragen Ziergiebel, Dächer oder andere Dachelemente.
Die mesopotamischen Varianten waren kleiner, nicht unbedingt weibliche Figuren und dienten wohl nicht als Säulen, waren aber wohl eine Form von beschrifteten Gründungssteinen.

1. {d} nin-gir2-su
de: Für Ningirsu,

2. ur-sag kal-ga
de: der mächtige Krieger

3. {d} en-lil2-la2
de: von Enlil,

4. lugal-a-ni
de: sein Meister,

5. gu3-de2-a
de: Gudea,

6. ensi2
de: ensi (Fürst)

7. lagasz {ki} -ke4
de: von Lagaš,

8. e2-ninnu anzu2 {muszen} -babbar2-ra-ni
de: sein Tempel Eninnu mit dem weißen Thunderbird

9. mu-na-du3
de: hat er für ihn gebaut


Lagash II (ca. 2200-2100 BC)
Bronze
British Museum
BM 102613



https://cdli.ucla.edu/search/archival_view.php?ObjectID=P234292 https:/…

Gründungs-Kanephore Inanna (Ur-Namma)

Eine Karyatide ist eine Skulptur einer weiblichen Figur mit tragender Funktion in der Architektur. Eine alternative Bezeichnung ist Kanephore (griechisch ‚Korbträgerin‘). Karyatiden ersetzen in der Architektur Säulen oder Pfeiler bei Portalen und in der Fassadengliederung. Sie tragen Ziergiebel, Dächer oder andere Dachelemente.
Die mesopotamischen Varianten waren kleiner, nicht unbedingt weibliche Figuren und dienten wohl nicht als Säulen, waren aber wohl eine Form von beschrifteten Gründungssteinen.

1. {d} inanna
de: Für Inanna,

2. nin e2-an-na
de: die Königin des Eanna-Tempels,

3. nin-a-ni
en: seine Geliebte,

4. ur- {d} namma
de: Ur-Namma,

5. nita kal-ga
de: der mächtige Mann,

6. lugal uri5 {ki} -ma
de: König von Ur

7. lugal ki-en-gi ki-uri-ke4
de: und König von Sumer und Akkad,

8. e2-a-ni
de: ihren Tempel

9. mu-na-du3
de: hat er für sie gebaut

10. ki-be2 mu-na-gi4
de: und für sie restauriert (in den ursprünglichen Zustand).


Ur III (ca. 2100-2000 BC)
Bronze; Steatit-Stein
British Mu…

Dankesbrief von Šumum-libši

altbabylonisch

Šumum-libši bedankt sich mit diesem Brief bei einem Mann aus einer anderen Stadt dafür, ein Kind, dessen Versorgung offensichtlich nicht gesichert war, bei sich aufgenommen zu haben. Šumum-libši versichert dem Adressaten, für bestimmte anfallende Kosten aufzukommen, und bittet ihn weiterhin, für die Schulausbildung des Kindes zu sorgen.


(1-3) Zu dem Herrn, den Marduk am Leben erhalte, sprich -folgendermaßen (sagt) Šumum-libši:
(4-6) Šamaš und Marduk mögen dich auf ewige Zeit am Leben erhalten. Mögest du heil (und) lebendig sein
(7-8) Dein Schutzgott möge dir zum Guten beistehen (wörtlich: »deinen Kopf halten«)
(9-10) Dir zum Heil schreibe ich. Dein Heil sei vor Šamaš und Marduk von Dauer
(11-12) Begründete Besorgnis deinerseits besteht überhaupt nicht, denn die Kleinen brachte ich mit mir nicht hierher
(13-16) Nach Ahud habe ich (sie) geschickt, aber aus Ahud hat man aus Mangel an Verpflegung deinen Sohn Šin.nadin-šumi zu mir hergeschickt.
(17-18) Warad-Marduk, der herka…