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Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüsse eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Am Anfang der Schöpfung stand bei den Sumerern Himmel & Erde. Die Schöpfung der Erde begann mit der Vereinigung von An "Himmel" und Ki "Erde". Das ist durchaus als sexuelle Vereinigung zu sehen. Dabei entstand Anki (Himmel & Erde). Aus dem unbelebten Himmel wurde der Himmelsgott An und aus Ki das Urgötterpärchen En-Ki und Nin-Ki (En-ki hier ist nicht der Enki aus Eridu). Diese "Hochzeit" wird auch die Kosmische Hochzeit genannt.
Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als Su…
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Schülerdialoge "Paedologia" und "Edubba"

aus Petrus Mosellanus' Paedologia:
Ein immer wiederkehrendes Thema ist die Armut der Schüler, die nicht immer wissen, wo sie schlafen oder wovon sie ihr Essen bezahlen sollen.


„Erster Dialog. Caspar und Modestus reden über die Marktferien.“
Modestus: Das ist nichts Unrechtes, da uns ja diese Tage teils Botschaften, teils Briefe und teils Geld, das willkommener als alle Briefe ist, herbeibringen. Wenn mir, der ich schon fast alle Reserven ausgeschöpft habe, die nächste Messe kein Silber bringt, werde ich nicht länger hier bleiben können. Caspar: Ich weiß ziemlich sicher, dass ich kein Geld bekommen werde, aber trotzdem versprach mir mein Vater bei meiner Abreise, mir Stoff für einen Wintermantel zu schicken.
Modestus: Hoffentlich gehen beide Wünsche in Erfüllung, damit du besser gekleidet und ich besser bemünzt die Härte des drängenden Winters mit weniger Mühe abwehren können.


babylonisch: Edubba-A:
12. In der Gegenwart meines Vaters stehend (sagte ich: )
13. "Durst habe ich, Wasser…

Humanismus in babylonischer Schulbildung

Im 1. Jahrtausend v.u.Z. gab es für ganz Babylonien zwei Schulstufen und einheitliche Lehrpläne. In der ersten Schulstufe, einer Art Grundschule, lernten alle Kinder zunächst mit Listen und dann mit einfachen Texten Lesen und Schreiben. Danach konnte sich jedes Kind unterschiedlich orientieren: entweder die erste Schulstufe weiterführen und sich „humanistischer“ ausbilden lassen oder eine zweite Schulstufe besuchen, die auf technischere Berufe vorbereitete. In der Weiterführung der ersten Schulstufe wurde der Schüler mit dem Schreiben administrativer Texte vertraut gemacht. Ein nicht ganz so begabter Schüler konnte früher aufhören und einen etwas niedrigeren Beruf ergreifen. Diejenigen, die die gesamte Laufbahn vollendet hatten, bekamen verantwortungsvolle Posten in der Verwaltung oder im königlichen Apparat. In der praxisorientierteren zweiten Schulstufe wurden, je nach zukünftigem Beruf, weitere Felder erforscht. (Q1)

Schulen erkennt man bei Ausgrabungen nicht am Bau, sondern ledigl…

frühdynastische Artefakte

BM 118561 ED IIIb (ca. 2500-2340 BC) cdli
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BM 121544
ED IIIb (ca. 2500-2340 BC) Lapis Lazuli
cdli
1. pu3-ad
#tr.en: Pu-abum
2. nin
#tr.en: the queen.

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Babylonische Astronomie

Astrolab B, Astrolab-B (auch sumerischer-, babylonischer- und assyrischer Kalender) ist die wissenschaftliche Bezeichnung einer mesopotamischen Kompilation, die auf Keilschrifttafeln astronomische Positionen von Planeten, Sternen und Sternbildern in einem Jahreskalender auflistet. Die sumerischen Namensbezeichnungen wurden von den späteren Dynastien und Nachbarländern nahezu unverändert übernommen und im Kalender nur den jeweiligen zeitlichen Sichtbedingungen angepasst.

Die assyrischen MUL.APIN-Tontafeln (𒀯𒀳) reichen in einen Zeitraum von 2300 - 687 v.u.Z. zurück und enthalten die Auflistungen der heliakischen Aufgänge der Sternbilder am Himmel. Sie wurden immer in drei Sätzen erstellt und bis ca. 300 v.u.Z. je nach Bedarf dupliziert.

Der Weg des Mondes stellt in der MUL.APIN-Serie 1, Abschnitt 8, die jährliche Mondbahn dar, die sich am babylonischen Mondkalender ausrichtete.



Der Nachthimmel wurde in drei Abschnitte unterteilt, die den obersten sumerischen Gottheiten Anu, Enlil und…