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babylonische Küche

Das Tablet YBC 4644 enthält 25 Rezepte und zwei weitere, YBC 8958 und YBC 4648, enthalten 10 weitere und ist aus der altbabylonischen Zeit um ca. 1700 v.u.Z.


Gerösteter Gersten-Kräuter-Pilaw
(Yale Babylonian Collection 4644, Rezept 25)
Zutaten von der Tontafel: Wasser, Fett, geröstete Gerste, Mischung aus gehackten Schalotten, Rucola, und Koriander, Grieß, Blut, gestampfter Lauch und Knoblauch.

1 c. Ganze Gerste, gereinigt
2 c. Wasser
1 c. Vorratsbestand
2 Esslöffel aus Butter
1 Teelöffel. Salz-
1/4 Teelöffel Asafetida
1 Teelöffel. gemahlener Koriander
3 Schalotten, geschält
1 Handvoll Baby-Rucola
2 Esslöffel Grieß 2 Teelöffel Blut (optional, falls verfügbar)
1 Lauch, weiße und grüne Teile, gut gereinigt
4-5 Knoblauchzehen, geschält

Vorheizen auf höchster Stufe. Verteilen Sie die gereinigte Gerste auf einem Backblech, um eine einzelne Schicht Getreide zu bilden. Legen Sie die Gerste auf die Grillflamme und lassen Sie sie ein paar Minuten, bis sie zu rauchen beginnt und sich färbt. Um…

Krankheit und Medizin

Sumer und Babylon
Schon unter den ältesten verständlichen literarischen Texten um 2700 v.u.Z. finden sich Beschwörungen gegen Skorpionstich, Schlangenbiß sowie gegen Krankheiten von Mensch und Tier. Ärzte sind bereits in Texten aus der Mitte des 3. Jahrtausends v.u.Z. erwähnt. Die ältesten therapeutischen Anweisungen für die Bereitung von Breiumschlägen sowie für innerlich und äußerlich anzuwendende Arzneien stammen aber erst aus der Zeit der 3. Dynastie von Ur (um 2100-2000 v.u.Z.). Diese von jeglichen magischen Ritualen freien Rezepte muten sehr rational an.

Briefe aus altbabylonischer Zeit (um 1800 v. Chr.) aus Mari am mittleren Euphrat zeigen, daß die Behandlung eines Kranken gemeinsam von Arzt (asum) und Beschwörer (wäsipum) durchgeführt wurde. Dem Seher (bärum) kam die Aufgabe zu, mittels Leberschau oder anderer divinatorischer Verfahren den Grund der Erkrankung zu ermitteln. Obwohl die in Babylonien praktizierte Opferschau zu einer höchst detaillierten anatomischen Kenntnis der…

Alltag in Sumer

Das tägliche Leben der Sumerer ist dank der Erfindung des Schreibens gut dokumentiert. Die vielen Reliefschnitzereien und Statuetten verleihen den Texten Farbe und tragen dazu bei, diese lebendige Kultur zum Leben zu erwecken. In den Häusern der Armen und Reichen sind der Ehemann und der Vater der Hausherr. Er hat das Recht, sich von einer unfruchtbaren Frau scheiden zu lassen und Konkubinen zu nehmen. Er darf sogar unter bestimmten Umständen seine Frau und seine Kinder in die Sklaverei verkaufen. Eine solche Situation könnte sich aus der Verschuldung eines Mannes ergeben, der reicher ist als er selbst, der dann die Familie des Schuldners als Sklaven in seinen eigenen Haushalt aufnehmen würde. In einigen Fällen kann dieses Schicksal ihr Leben tatsächlich verbessern.

Trotz der Position des Ehemanns hat eine Frau der Oberschicht beträchtliche Freiheit. Sie hat das Recht, Eigentum zu besitzen und ein vom Einkommen ihres Mannes getrenntes Einkommen zu haben. Sie darf auch Beweise in eine…

Behistum-Inschrift des Darius

Darius, Behistun-Inschrift (DB), Columne 1

Die Behistun-Inschrift hat ihren Namen vom Ort Bisutun (Behistan), der rund 30 Kilometer östlich von Kermānschāh im Iran liegt. Die Inschrift wurde 2006 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
In einem Felsmassiv in großer Höhe ließ der Achämenidenkönig Dareios I. die Abbildungen der Könige vor gefesselten Gefangenen einmeißeln. Über der Darstellung schwebt Faravahar, das Symbol des Zoroastrismus (einige Gelehrte glauben hingegen, der „Flügelmann“ symbolisiere den „Glückglanz“ des Königs). Dazu ließ Dareios eine dreisprachige Tafel, in den Sprachen Altpersisch, Elamisch und Babylonisch anbringen. Was der Stein von Rosette für die Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen bedeutet, war die dreisprachige Behistun-Inschrift für die assyrische und elamische Keilschrift.
https://de.wikipedia.org/wiki/Behistun-Inschrift

(1) (1,1-3). Ich bin Darius der große König, König der Könige, König in Persien, König der Länder, Sohn des Hystaspes, Enk…

Geschichte der Bibel(n)

Im fünften Jahrhundert nach Christus haben die griechischen Kirchenväter den Begriff Biblia auf die gesamten christlichen Schriften angewandt. Später ging das Wort in die westliche Kirche über, um es im Lateinischen zu gebrauchen. Die Namen " Altes Testament " und " Neues Testament " werden seit dem Ende des zweiten Jahrhunderts u.Z. verwendet, um die jüdischen ( Gottes Bund mit Israel ) und die christlichen ( Gottes neuen Bundesvolks ) Schriften zu unterscheiden. Testament war eine Übersetzung des hebräischen Wortes berith (" ein Bund ").
Hebräisch, der nordwestliche Zweig der semitischen Sprachen, hat eine enge Affinität zu ugaritischen, phönizischen, moabitischen und kanaanitischen Dialekten. Die alten Israeliten, die zu biblischen Zeiten in Palästina ( Kanaan ) lebten, sprachen und schrieben auf Hebräisch (vor der babylonischen Gefangenschaft ). Das erste literarische Werk auf Hebräisch war das biblische Gedicht " The Song of Deborah " in …

Ugarit

Ugarit (heute: Ra's Schamra) war ein seit etwa 2400 v.u.Z. keilschriftlich bezeugter Stadtstaat im Nordwesten des heutigen Syrien und während der Bronzezeit ein wichtiges Handels- und bedeutendes Kulturzentrum. Die ältesten Siedlungsspuren datieren ins 7. Jahrtausend v. u.Z. und stammen aus dem frühen Neolithikum (Jungsteinzeit). Im Laufe des 2. Jahrtausend v.u.Z. wuchs die Siedlung stark und gewann an Bedeutung. Es gab früh Handel, unter anderem mit Kreta und mit Ägypten, in dessen Schriftquellen die Stadt häufig erwähnt wird.
Trotz seines Reichtums war Ugarit militärisch schwach und musste sich deshalb mit den Großmächten jener Zeit – den Ägyptern und den Hethitern – arrangieren. So heiratete König Niqmaddu II. eine ägyptische Prinzessin, um die Beziehung zu den ägyptischen Pharaonen zu festigen. Diese hatten allerdings mit der Zeit immer weniger Macht und Einfluss in der syrischen Welt.
Als gegen Ende des 14. Jahrhunderts v.u.Z. die Hethiter unter Šuppiluliuma I. Nordsyrien er…

Vertrag eines hethitischen Königs mit Paddatiššu von Kizzuwatna

Kizzuwatna war ein Königreich im südöstlichen Anatolien im 15. Jahrhundert v.u.Z. Die Bevölkerung bestand hauptsächlich aus Hurritern und Luwiern.

Im 16. Jh. v.u.Z. wurde das Gebiet des späteren Landes Kizzuwatna von den Hethitern unterworfen. Um 1500 v.u.Z. löste sich Kizzuwatna von Ḫatti und der hethitische König Telipinu anerkannte in einem Vertrag mit König Išputaḫšu das Land Kizzuwatna, das hier zum ersten Mal erwähnt wird, als unabhängigen Staat. Išputaḫšu nennt sich auf einem Siegel, das in Tarsos gefunden wurde, Großkönig von Kizzuwatna und gibt als seinen Vater Pariyawatra an. Ob dieser bereits König war, ist unbekannt. Sein Nachfolger Eḫeya erneuerte mit dem Hethiterkönig Taḫurwaili den Staatsvertrag zwischen Kizzuwatna und Ḫatti. Auch sein Nachfolger Paddatiššu erneuerte diesen Vertrag, der Name des hethitischen Königs ist aber nicht erhalten. Von diesen drei Königen sind keine Taten bekannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kizzuwatna