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Es werden Posts vom November, 2017 angezeigt.

Bestattungsrituale im Alten Orient

Umm Dabaghiyah-Kultur 6000–5800 v.u.Z. (Proto-Hassuna-Kultur)
Bestattungen unter dem Hausboden oder in unmittelbarer Nähe des Hauses. Die Körper wurden zumeist vor der Bestattung zerteilt, sodass sie in Gefäße oder flache Gruben gelegt werden konnten. Zwei dieser Bestattungen enthielten Grabbeigaben in Form von Behältnissen mit Tierknochen und Schmuck, darunter Perlen aus Lapislazuli
https://de.wikipedia.org/wiki/Umm_Dabaghiyah-Sotto-Kultur


Hassuna-Kultur 5800–5260 v.u.Z.
Die in Hassuna-Siedlungen gefunden Skelette stammten überwiegend von Kindern, die in der Regel in Tongefäße gelegt meist unter den Fußböden, aber auch unter Wänden und Türschwellen von Häusern bestattet wurden. Die seltenen Skelettreste von Erwachsenen wurden in chaotischem Zustand in Kornbehältern oder unter den Fußböden von Häusern, sowie in zwei Fällen in Vertiefungen in Gebäudemauern gefunden. Vermutlich wurden also die meisten Erwachsenen außerhalb der Siedlung bestattet.

Eine bestimmte Orientierung der Gräber an…

Akkadischer Sternenhimmel

Simlikios (6.Jhr. v.u.Z.) berichtet, das Kallsthenes (gest. 327 v.u.Z.) (Offizier unter Alexander dem Großen) in Babylon astronomische Aufzeichnungen erhielt, welche sich über einen Zeitraum von 1903 Jahren erstreckte und die er seinem Onkel Aristoteles (384 - 322 v.u.Z.) nach Athen schickte.

W. Papke fand in den sogenannten keilschriftlichen MUL-APIN-Tafeln eine astronomische Interpretation des Gilgamesch-Epos und erstellt uns somit den chaldäischen Sternenhimmel und sein Buch.

Wir befinden uns mal wieder in Mesopotamien.
Und schreiben (da wir ja von Heute sind) in etwa das Jahr 2340 v.u.Z..

Sargon (2340-2285 v.u.Z.) von Akkad, semitisch, folgt auf den nicht-semit., aber sumerischen Lugal-Zagesi und besteigt den Thron.
Ab hier spricht man von der Akkad-Zeit.
Die Sumerer ordnet man einer kaukasischen und/ oder finno-ugrischen Sprache zu, den Akkadern wiederum den semitischen Sprachtypus.
W. Pappke schreibt nun von den Chaldäern (eine Gruppe der Akkader).

Um 2340 v.u.Z. führen sie ein…

"Frauenhaus" in Sumer

aus "AOAT 368 The Exchange of Goods and Services in Pre-Sargonic Lagash" von Rosemary Prentice, Ugarit Verlag 2010

In dem Buch werden 1800 Verwaltungstafeln über 20 Jahre des "Frauenhauses" in Lagash ausgewertet. Das ist der Zeitraum um 2300 v.u.Z. unter den Königen Enentarzid, Lugalanda und Urukagina, d.h. direkt vor Lugalzagesi von Uruk und Sargon dem Großen.

Das "Frauenhaus" oder "Haus der Frau" war im Prinzip der Königin unterstellt und machte quasi die Buchhaltung für Lagash bzw. für den Haupttempel von Lagash.

Lagash als Stadtstaat bestand zu jener Zeit aus drei größeren Städten, die aber alle wenigstens zum Teil im "Frauenhaus" in Lagash verwaltet wurden.

Frauen und Männer wurden nicht verschieden bezahlt, sondern die Gehälter / Rationen waren in der Regel individuell innerhalb einer "Gehaltsgruppe".

Die Gehaltsgruppen waren:

I. Träger & Igi-nu-gud (Nicht sehende)
II. Beim Palast registierte/gemeldete Personen
III…

Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüsse eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Am Anfang der Schöpfung stand bei den Sumerern Himmel & Erde. Die Schöpfung der Erde begann mit der Vereinigung von An "Himmel" und Ki "Erde". Das ist durchaus als sexuelle Vereinigung zu sehen. Dabei entstand Anki (Himmel & Erde). Aus dem unbelebten Himmel wurde der Himmelsgott An und aus Ki das Urgötterpärchen En-Ki und Nin-Ki (En-ki hier ist nicht der Enki aus Eridu). Diese "Hochzeit" wird auch die Kosmische Hochzeit genannt.
Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als S…

babylonische Mathematik

Beginn (der Babylonischen Mathematik) lag vermutlich in den Tagen der frühen Sumerer (um 4000 v.u.Z.), und ihre Entwicklung setzte sich bis zur Eroberung von Babylon durch die Perser im Jahr 539 v.u.Z. fort. Im Gegensatz zur Mathematik der Ägypter, von der wegen der empfindlichen Papyri nur wenige Quellen existieren, liegt von der babylonischen Mathematik ein Bestand von etwa 400 Tontafeln vor, der seit etwa 1850 ausgegraben wurde.

Die Mehrzahl der gefundenen Tafeln stammen aus dem Zeitraum zwischen 1800 und 1600 v.u.Z. und behandeln Themen wie Brüche, Algebra, quadratische und kubische Gleichungen, den Satz des Pythagoras und Pythagoreische Tripel (Plimpton 322). Auf der Tafel YBC 7289 findet sich eine Näherung für die Quadratwurzel aus 2 mit einer Genauigkeit von sechs Dezimalstellen.

Die ältesten Zeugnisse schriftlich überlieferter Mathematik stammen von den Sumerern, die in Mesopotamien eine der frühesten bekannten Kulturen entwickelt haben. Aus dieser Zeit stammt ein leistungsfäh…

Tempelwirtschaft in Uruk im 1. JT. v.u.Z.

Aus AOAT 358; "Tempel und Palast. Die Beziehungen zwischen dem König und dem Eanna-Tempel im spätbabylonischen Uruk. Veröffentlichungen zur Wirtschaftsgeschichte im 1. Jahrtausend v.Chr. Band 3"; Kristin Kleber; 2008


Die Führung des Inanna Tempels in Uruk wurde in Regel von einflussreichen Familien aus Uruk gestellt. Das war wohl auch schon in den vorigen Jahrtausenden so, soweit man das nachvollziehen kann.
Zusätzlich wurde die Führung auch vom Palast mit Beamten des Königs unterstützt.
Diese Beamten waren von der zweiten Ebene an abwärts eingesetzt.
Je nach politischer Lage wurde der Einfluss der Beamten verstärkt oder abgeschwächt, so dass der König seinen Einfluss immer sichern konnte.
Auch diese königlichen Beamten waren wohl schon vorher üblich.
Damit können ernsthafte Spannungen zwischen dem königlichen Hof und dem Tempel nahezu ausgeschlossen werden, auch wenn solche früher gerne behauptet wurden und immer noch gerne konstruiert werden.

Auch wenn Uruk schon sehr lan…

Beziehungen Ägyptens zu Vorderasien im 4. Jahrtausend v.u.Z.

Innerhalb der ägyptischen Prädynastik, besonders in der Periode Naqada II (3700/3500-3200 v.u.Z..), kommt es zu einer starken kulturellen Beeinflussung von außerhalb, ... Die von ägyptischen frühzeitlichen Schminkpaletten und Messergriffen bekannten Motive Schlangenhals-Panther (s. z.B. die berühmte Narmer-Palette) und Greif mit sichelförmigen Flügeln leiten sich von elamischen Zylindersiegeln ab.

Das Motiv des Tierbändigers mit antithetischen Tieren (Gilgamesch, „Herr der Tiere“, z.B. Gebel el-Arak-Messer und Hierakonpolis) stammt von Stempelsiegeln aus Susa. Auch mit der ägyptischen Form vergleichbare Darstellungen der Palastfassade finden sich auf sumerischen Zylindersiegeln. Die Nischenfassade selbst, also regelmäßige Vor- und Rücksprünge in der Architektur, ist bei sumerischen Tempeln in Uruk um 3500 v.u.Z.. belegt, später dann auch in Elam (v.a. auf Siegeln um 3000-2900 v.u.Z.). In Ägypten ist Nischengliederung für die Lehmziegelarchitektur der 1. und 2. Dynastie charakteristisc…

Hattische und Hurritische Sprachen

Das Hurritische und Urartäische bilden innerhalb der altorientalischen Sprachen eine kleine Sprachfamilie für sich. Obwohl das Hurritische fast nur aus dem späten 3. und vor allem aus dem 2. Jtsd., das Urartäische nur aus dem 1. Jtsd. v.u.Z. überliefert ist und sich auch die Verbreitungsgebiete beider Sprachen nur in Randbereichen berühren, haben wir es nach inzwischen gesicherter Erkenntnis mit genetisch verwandten Sprachen zu tun.

Bereits seit 2300 v.u.Z. kommen eindeutig hurritische Eigennamen in akkadischen und sumerischen Texten vor, einige Texte beziehen sich auf hurritische Stammesnamen und Stadtstaaten an den Nordgrenzen Mesopotamiens.

weiterlesen: http://homepages.fh-giessen.de/kausen/wordtexte/Hurrisch-Urart.doc
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Als Hattier bezeichnen wir eine Volksgruppe, deren Siedlungsgebiet ursprünglich im Bereich Zentralanatoliens und nördlich davon wohl bis an das Schwarze Meer lag und die in vielen Bereichen prägend war für die sich in der 1.H…

Hethiter

Hethitische Herrscher

~ 2200 v.u.Z. Ansturm indoeuropäischer Völker (Luvier, Hurriter) und friedliche Invasion semit. Kanaanäer in Zentral-Antolien (Hattier)

~ 2000 v.u.Z. Hethiter (indoeurop.) erscheinen in Z-Anatolien (Hattier) und besetzen das Land

~ 1800 v.u.Z. Zustrom indoeurop. Stämme aus Thrakien > Luvier lassen sich in S-Anatolien nieder (> Einfluss auf Hethiter)

~ 18. Jh. v.u.Z. Pitchana, König des althethit. Stadtstaat Kuschschar, Kampf gegen die Hatti , Vater von Anitta


Hetither (frühe Herrscher) indo-europ. Sprache, Adoptieren u. modif. Keilschrift, Eisenverarbeitung (1.!),

~ 1700 v.u.Z. Anitta (Sohn von Vorgänger Pithana, König von Kussara) 1.Großkönig in Nesa, Zerstörung von Hattusa
~ 1650 v.u.Z. Labarna > sein Name wird zum Titel des Königs


Hethiter (altes Reich) 1629-1604 v.u.Z.

Hattusili I., 1565–1508 bzw. 1590-1560 v.u.Z., Nachfolger von Labaru) größte Ausdehnung des Hethiterreiches, wählt Hattusa als Hptst., zerstört Aleppo und erobert Babylon, wird bei seiner Rüc…

Altorientalische Dynastien

ErläuterungKCkurze Chronologie >wikiMCmittlere Chronologie*SK*Sumerische Königsliste>wikiLink zu "Wikipedia">etcslLink zu "The Electronic Text Corpus of Sumerian Literature">cdliLink zu "CDLI - Cuneiform Digital Library Initiative">Foruminterne Forumsverlinkung[Q1]Nayeem 1996 ZeitMesopotamien - Frühgeschichtesiehe auch:Frühe Kulturen in Mesopotamien (Forum)~ 10.Jt. v.u.Z.vermutliche Domestizierung von Ziegen im Zagrosgebirge (Iran)~ 9000 v.u.Z.(Prä-)Samarra Kultur , Inanna - Symbole (evt.!)~ 8500 v.u.Z.Beginn Neolithikum in Mesopotamien~ 8000 v.u.Z.Vorderer Orient / fruchtbarer Halbmond nach der Landwirtschaft entwickelt sich die Nutztierhaltung~ 7000 - 6500 v.u.Z.Kultur von Umm Dabaghiyah, Mesopotamien~ 7000 v.u.Z.Deh Luran (SW/ Iran) hornlose (hochdomestizierte) Hausschafe~ 6500 - 6000 v.u.Z.Kultur von Hassuna, Mesopotamien, >wiki~ 6200 - 5700 v.u.Z.Kultur von Samarra, Mesopotamien, "Samarra-Ware": >wiki~ 7. Jt. v.u.Z.Siedl…