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Es werden Posts vom November, 2018 angezeigt.

Geschichte der Bibel(n)

Im fünften Jahrhundert nach Christus haben die griechischen Kirchenväter den Begriff Biblia auf die gesamten christlichen Schriften angewandt. Später ging das Wort in die westliche Kirche über, um es im Lateinischen zu gebrauchen. Die Namen " Altes Testament " und " Neues Testament " werden seit dem Ende des zweiten Jahrhunderts u.Z. verwendet, um die jüdischen ( Gottes Bund mit Israel ) und die christlichen ( Gottes neuen Bundesvolks ) Schriften zu unterscheiden. Testament war eine Übersetzung des hebräischen Wortes berith (" ein Bund ").
Hebräisch, der nordwestliche Zweig der semitischen Sprachen, hat eine enge Affinität zu ugaritischen, phönizischen, moabitischen und kanaanitischen Dialekten. Die alten Israeliten, die zu biblischen Zeiten in Palästina ( Kanaan ) lebten, sprachen und schrieben auf Hebräisch (vor der babylonischen Gefangenschaft ). Das erste literarische Werk auf Hebräisch war das biblische Gedicht " The Song of Deborah " in …

Ugarit

Ugarit (heute: Ra's Schamra) war ein seit etwa 2400 v.u.Z. keilschriftlich bezeugter Stadtstaat im Nordwesten des heutigen Syrien und während der Bronzezeit ein wichtiges Handels- und bedeutendes Kulturzentrum. Die ältesten Siedlungsspuren datieren ins 7. Jahrtausend v. u.Z. und stammen aus dem frühen Neolithikum (Jungsteinzeit). Im Laufe des 2. Jahrtausend v.u.Z. wuchs die Siedlung stark und gewann an Bedeutung. Es gab früh Handel, unter anderem mit Kreta und mit Ägypten, in dessen Schriftquellen die Stadt häufig erwähnt wird.
Trotz seines Reichtums war Ugarit militärisch schwach und musste sich deshalb mit den Großmächten jener Zeit – den Ägyptern und den Hethitern – arrangieren. So heiratete König Niqmaddu II. eine ägyptische Prinzessin, um die Beziehung zu den ägyptischen Pharaonen zu festigen. Diese hatten allerdings mit der Zeit immer weniger Macht und Einfluss in der syrischen Welt.
Als gegen Ende des 14. Jahrhunderts v.u.Z. die Hethiter unter Šuppiluliuma I. Nordsyrien er…

Vertrag eines hethitischen Königs mit Paddatiššu von Kizzuwatna

Kizzuwatna war ein Königreich im südöstlichen Anatolien im 15. Jahrhundert v.u.Z. Die Bevölkerung bestand hauptsächlich aus Hurritern und Luwiern.

Im 16. Jh. v.u.Z. wurde das Gebiet des späteren Landes Kizzuwatna von den Hethitern unterworfen. Um 1500 v.u.Z. löste sich Kizzuwatna von Ḫatti und der hethitische König Telipinu anerkannte in einem Vertrag mit König Išputaḫšu das Land Kizzuwatna, das hier zum ersten Mal erwähnt wird, als unabhängigen Staat. Išputaḫšu nennt sich auf einem Siegel, das in Tarsos gefunden wurde, Großkönig von Kizzuwatna und gibt als seinen Vater Pariyawatra an. Ob dieser bereits König war, ist unbekannt. Sein Nachfolger Eḫeya erneuerte mit dem Hethiterkönig Taḫurwaili den Staatsvertrag zwischen Kizzuwatna und Ḫatti. Auch sein Nachfolger Paddatiššu erneuerte diesen Vertrag, der Name des hethitischen Königs ist aber nicht erhalten. Von diesen drei Königen sind keine Taten bekannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kizzuwatna