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Nammu-Enki-Mythologie vs. Enlil-Mythologie

In Sumer, zu frühdynastischen Zeiten (2900 - 2340 v.u.Z.) gab es verschiedene Stadtstaaten, die untereinander in gewisser Konkurrenz standen. Jede Stadt hatte dabei ihren Hauptgott mit dazu passenden Tempel. Umso höher der Ruf eines Gottes im "sumerischen Reich" war, umso höher war auch das Ansehen der Stadt (dieses Gottes) im Reich. Damit kam es aber zu unterschiedlichen Glaubenstraditionen, die sich im Verlauf der Nachfolgezeit dann vermischten oder einander ablösten.
Vermutlich aus Nippur (der Stadt Enlil´s) stammend, haben wir aus Texten aus Abu Salabih (26. Jhr. v.u.Z.) folgende Zeilen:

"Enlil ... der den Himmel von der Erde, die erde vom Himmel trennte"
Aus Eridu (der Stadt Enki´s) haben wir Texte (vermutlich vor 2200 v.u.Z.) in denen Nammu (das Urmeer), zusammen mit Sohn Enki/Ea als Schöpfer auftauchen. ("Eridu-Genesis")

Ende des 3. JT. v.u.Z. taucht dann An(u) als Schöpfer auf

Ende des 2. JT. v.u.Z. vermischt dann der Enuma Elish die Nammu-Enki-Mythologie mit der Enlil-Mythologie um damit Gott Marduk aufzuwerten (der Aspekte von Enlil und Enki annimmt)
Auch bei der Schöpfung der Menschen haben wir zwei nachweisbare Varianten, wobei die 1. deutlich schwächer (weniger) bezeugt ist. Laut 1. Variante sprossen die Menschen wie Pflanzen aus dem Boden. Diese Mythologie steht in Zusammenhang mit Enlil, nachzulesen in "Preislied auf die Hacke".

In der bekannteren, 2. Variante schufen die Götter die Menschen aus Lehm, was im Rahmen der Nammu-Enki-Mythologie zu sehen ist. Ältestes Zeugnis ist "Enki und Ninmah".
Ähnlich ist auch die Erschaffung der Menschen im Atrahasis-Epos aus altbabylonischer Zeit. Jedoch kommt heir zum Lehm noch das Blut (und Fleisch) eines geschlachteten Gottes hinzu, ähnlich auch wie im Enuma Elish .).

Der Mythos "Nergal und Ereskigal" verbindet zwei unterschiedliche Vorstellung über Totenweltsherrscher. Im sumerischen Mythos "Inanna in der Unterwelt" taucht aber Nergal noch nicht mit auf.

Der Mythos um "Enki und Ninhursaga" stellt ein mythologisches Inzestverbot dar. Enki zeugt dabei mit Töchtern Töchter, bekommt dann "Krankheiten", wird aber durch einen schlauen Fuchs gerettet.
Die frühdynastischen Texte belegen jedoch noch keine Flut.

- "Rat des Schuruppak": frühdynastisch (zwischen 2650-2450 v.u.Z.) entstanden
- die älteste Götterliste haben wir aus Suruppag um 2600 v.u.Z.. Sie enthält 560 Götternamen
- eine "akkadische Hymne auf Sonnengott Shamash" ist das bisher älteste Literaturwerk in einer semitischen Sprache (akkadisch, frühdynastisch)
- aus dem Ende des 3 JT. v.u.Z. haben wir die "Weidner´sche Götterliste" (benannt nach ihrem modernen Übersetzer), welche über 1500 Jahre tradiert wurde und ca. 270 Einträge enthält

"Etana-Epos": altbabylonisch, Beginn 2.JT. v.u.Z.

- "Nergal und Ereskigal": akkadisch, Mitte 2. JT. v.u.Z.

- "Fluch über Akkade": um 2150 v.u.Z. entstanden, schildert den Einfall der Gutäer gegen König Naram-Sin

- "Adapa und der Südwind", ca. 1800 v.u.Z.

- "An = Anum" ist eine Götterliste aus dem 18. Jhr. v.u.Z. aus der Hammurabie-Dynastie, welche 473 Einträge enthält. Als kanonische Form enthält sie dann ab 1200 v.u.Z. ca. 2000 Einträge

- "Ishtar´s Höllengang": ist eine akkadische Nachdichtung des sumerischen Mythos "Inanna in der Unterwelt" und entstand am Ende des 2. JT. v.u.Z.

- "An = Anum sha ameli" ist eine Götterliste vom Ende des 2. JT. v.u.Z., welche 152 Götternamen enthält, die aber als Erscheinungsformen von 19 Hauptgöttern erklärt werden

- "Enuma Elish": akkadisch, um 1400 v.u.Z.

- "Erra-Epos" (auch "Ishum und Erra"), akkadisch, 8. Jhr. v.u.Z.

laut gegenwärtigen Forschungsstand sieht es danach aus, dass Enlil eher eine semitisch-akkadische Prägung hat und somit auch gar nicht seiner sumerischen Übersetzung (En-lil) gerecht wird, da er wohl gar nichts mit Luft ( = lil) zu tun hat, sondern wohl eher auf semitischer Entsprechung beruht: i-li-lu = "Gott der Götter" . Die Gegend Nordmesopotamiens war mehr semitisch-akkadisch geprägt, während der Süden das traditionelle Sumer ist.

Anscheinend wollten Gelehrte aus Nippur ihren Enlil dem obersten, sumerischen Gott An entgegensetzen, wenngleich An weniger Bedeutung erfuhr, als Enki. Eine ursprünglich semitische Idee war, dass Enlil Himmel und Erde geteilt hatte.

Im Süden waren traditionell auch mehr weibliche Gottheiten von Wichtigkeit, als im Norden. Der Pantheon der Sumerer (im Süden) war weitgehend friedlich. Für die Schöpfung war kein Blutvergießen notwendig, anders als in den akkadischen / babylonischen Mythen wie z.B. in der Enuma Elish.

Quelle: AOAT 409 "Cosmogony, Theogony and Athropogeny in Sumerian Texts"; Jan J. W. Lisman; Ugarit Verlag 2013

Eridu, seit ca. 5400 v.u.Z. besiedelt, hat die älteste "sumerische" Tempelanlage, die seit ca. 5300 v.u.Z. mit Symbolen aus dem Kontext von Enki geschmückt waren. Deiser erste Tempel hatte nur etwa 2.8m x 2.8m Grundfläche.



O E-unir *1*
Verbindung von Himmel und Erde
Fundament von Himmel und Erde
Große Festhalle von Eridu
Abzu *2*, Schrein errichtet für seinen Fürsten
E-du-kug *3* wo reine Speisen gegessen werden
bewässert von des Fürsten reinen Kanal
Berg, reiner Ort, gesäubert mit der Potasche-Pflanze *4*,
Abzu, deine Tiki-Trommeln gehören zu den himmlischen Mächten.

Deine großartige [...] Wand ist in einem guten Zustand.
Licht kann den Raum wo die Götter sich treffen nicht erreichen.
der großartige [...] der schöne Ort
Dein fest konstuiertes Haus ist heilig und hat kein Gleiches.
Dein Fürst, der große Fürst, hat die heilige Krone festgemacht in deinem Bezirk
O Eridu mit einer Krone auf deinem Haupt, bringt hervor blühende Dornenbüsche, reine Dornenbüsche für die Susbu Priester
O Schrein Abzu, dein Ort, dein großartiger Platz.

An deinem Ort nach Utu *5* blickend
an deinem Ofen, der Brot bringt, an deinem Ziggurat
erhebt sich ein majestätischer Schrein gen Himmel,
an deinem großartigen Ofen mit der großartigen Festhalle wettstreitend,
Der Fürst von Himmel und Erde
[...] kann nie verändert werden, was [...]
der Schöper, der [...]
der Weise eine, der [...]
Herr Nudimudd *6*, errichtete sein Hau in deinem Bezirk
Oh E-enugura *7*, und seinen Sitz auf deinem Thron eingenommen.

23 Zeilen für den Tempel Enkis in Eridu

*1* Haus Ziggurat
*2* Unterirdischer Süßwasserozean "Grundwasser"
*3* Haus heiliger Hügel
*4* hat seifenartige Eigenschaften
*5* Der Sonnengott, Gott der Gerechtigkeit
*6* Ein Name für Enki "Schöpfer der Menschen"
*7* Haus der unterirdischen Wasser


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Die wichtigsten zu unterscheidenen Zeitintervalle sind:
- Ubaid Zeit (ab ~5000 BCE)
- Uruk-Zeit, Uruk Expansion (ab ~4000 BCE)
- prädynastisch (ab ~3000 BCE)
- frühdynasitisch (ab ~2800 BCE)
- Akkad Zeit (ab ~2350B CE)
- Neusumerische Zeit / Ur-III (ab ~2200 BCE)
- danach ab ~1800BCE

In der Ubaid Zeit lassen sich noch keine Herrschersymbole nachweisen.

In der Uruk Zeit findet man die Zeichen EN im Süden und LU.GAL im Norden, es ist aber keine inhaltliche Differenzierung möglich, d.h. EN und LU.GAL sind vor allem "Herrscher". Aus Texten könnte man folgern, dass in Uruk z.B. eine Art Ältestenrat o.ä. existierte, man kann das aber für Kish etc. nicht ausschliessen.
In dieser Zeit findet man in Uruk schon Abbildungen des Herrschers vor der Stadtgöttin Inanna mit Schilfrohrbündeln als Symbole für ihren Tempel. Diese Schilfrohrsymbole haben ihren Urpung in der Bausweise der ersten Hütten in den Sümpfen im Süden Mesopotamiens.
Den Herrscher findet man in verschiedenen Rollen, als Baumeister, Hirte (d.h. mit Ziegen und Schafsherden etc.), Krieger.

In der prädynastischen Zeit ändert sich an der Darstellung im wesentlichen nichts, allerdings findet man Inanna noch nur in Uruk, der Umgebung von Uruk und "Kolonien" dieser Stadt.

Bis hier ist der Herrscher ein Stellvertreter des Volkes vor den Göttern, häufig wird er abgebildet wie er Opfer bringt etc. Ein Unterscheidung des Herrschers zu seinen Untergebenen ist durch die Haartracht, den Kopfschmuck und die Kleidung möglich. Die Götter wiederum unterscheiden sich in den gleichen Punkten vom Herrscher u.a. durch die Hörnerkrone.

In der frühdynastischen Zeit beginnt die Darstellung des Herrschers sich mehr Richtung der von Göttern zu verschieben, d.h. die Haartracht und Kleidung ähneln mehr der der Götter. Die Darstellung als Krieger / Unterwerfer scheint häufiger benutzt worden zu sein als die des Opfernden.

Die Darstellung des Herrschers der Akkadzeit unter Sargon unterscheidet sich bis auf kleiner modische Veränderung der Kleidung und Frisur nicht von der frühdynastischen.
Mit Rim-Sim aber wird der König selber zu einer Art Schutzgottheit für die Stadt, zum Teil wird der Herrscher sogar mit Hörnerkrone dargestellt, also vergöttlicht.

In Ur-III folgt man der Darstellung aus Akkad inkl. der Vergöttlichung der Herrscher.

Die Darstellung der Herrscher wird von den Amurritern (Babylon) praktisch unverändert übernommen, allerdings wird die Vergöttlichung der Herrscher nicht weiter tradiert.

Das zweite Buch ist umfangreicher und beschreibt im wesentlichen den Übergang von Ubaid zur "Uruk"-Zeit in Lagash. Ich habe dieses Buch aber bisher nur sehr oberflächlich gelesen. Da ein expliziter Herrscher in der Ubaid Zeit nicht abgebildet wurde, wird man dazu vermutlich in dem Buch nicht viel finden. Natürlich bedeutet das Fehlen von Abbildungen nicht, dass es keinen Herrscher gab.

Mit diesen Informationen würde ich jetzt sagen, dass sich bzgl. der Ideologie der Herrscher keine wesentlichen Veränderungen in Mesopotamien feststellen lassen.
Vielleicht hat der König von Kish den Hirten für sich entdeckt, aber das Symbol des Königs als Wächter über die Herden war schon älter.
Interessant ist vielleicht noch, dass die Darstellungen in Elam (~Iran/Afghanistan) im wesentlichen Identisch zu denen in Uruk waren. Man könnte also eine gemeinsame Ideologie vermuten .. was zu der Story mit dem Umzug der Inanna aus Elam nach Uruk passen würde.

Schon bei dem ersten König Urnanshe von Lagahs wird der Gott Amuru erwähnt "Gott der Westmänner" = Gott der Amurriter.

Der vollständige Name von Eanatum (~2500B CE) hat bezug zu der Sprache der Tidnu, einem semitischen Stamm vermutlich aus dem Gebiet der Amurriter. U.a.

Bereits zu der Zeit von UruKAgina (~2400B CE) war die Synkretisierung der wichtigsten sumerischen und semitischen Götter in Lagash abgeschlossen.
D.h. statt Nanna findet man Suen, statt Inanna Ishtar usw. ohne aber das es sichbare Veränderungen am Gottesbild gibt.
Ggf. fand diese Synkretisierung auch schon vor/bei Urnanshe statt.


E'annatum ist ein Königsname, sein eigentlicher Name (Tidnum) lautete Lumma (vermutlich semitisch/amurritisch), demnach ist auch der Name des Kanals (Lummagimdu) vermutlich semitisch, event. weil die Bevölkerung von Umma semitisch ist (?)

E'annatum 2 v 9-19:
v 9) u4-ba ---------Damals
10) e2-an-na-tum2-ma4 ---------hat E'annatum
11) e2-an-na-tum2 ---------dessen eigener Name
12) mu-u2-rum-m[a]-ni ---------E'annatum
13) mu-tidnum-ni ---------dessen Tidnum-Name
14) l[u]m-ma-a ---------Lumma (ist)
15) dnin-g[ir2]-su-[r]a ---------dem Ningirsu
16) a-gibil ---------einen neuen Kanal
17) mu-na-dun ---------gegraben
18) lum-ma-gim-du10 ---------(und) ihm (= Ningirsu) (zu Ehren) Lummagimdu
19) mu mu-na-sa4 ---------(als) Namen genannt


Die Debatte "Schaf und Getreide" ist aus der Mitte des 3. Jhr. v.u.Z.

Die Geschichte mit Dumuzi Inanna und Utu stammt aus dem 2. Jhr. v.u.Z. (altbabylonische / Ur-III)

Dumuzi & Enkimdu stammt aus dem 2. Jhr. v.u.Z. (altbabylonische / Ur-III)

Die Balbale zu Inanna stammt aus dem 2. Jhr. v.u.Z. (altbabylonische / Ur-III)

Inannas Abstieg ist aus dem 2. Jahr. v.u.Z. (altbabylonische / Ur-III)

Titel (sumerisch)Titel (akkadisch)BedeutungEme-Sal (Dialekt)
Enbelu(m)Herr
erstmals in Inschriften von Uruk, Mitte 3. Jahrtausend v.u.Z. nachweisbar und bis 4. JT. v.u.Z. zurück verfolgbar, (Ende 4. JT v.u.Z. in enger Verbindung mit der Verteilung von Gedreide [Q1]), in Südmesopotamien auch als "Enum" (=Priester) vorhanden
u3-mu-un
Lugalšarru(m)König
ABER: lu-gal konnte auch der Chefadministrator eines Tempels oder ein Vorarbeiter etc. sein)
Ensi2išš(i)akku(m)Stadtfürstu3-mu-un-si
Ninbel(t)uGebieterin
(MUNUS+nam = "Frau bedeutsam")
ga-ša-an

aus:
- AOAT 342 von Eva Andrea Braun-Holzinger "Das Herrscherbild in Mesopotamien und Elam. Spätes 4. bis frühes 2. Jt. v.Chr."

- AOAT 245 von Su Kyung Huh "Studien zur Region Lagaš. Von der Ubaid- bis zur altbabylonischen Zeit" sind da.

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