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Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüsse eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Am Anfang der Schöpfung stand bei den Sumerern Himmel & Erde. Die Schöpfung der Erde begann mit der Vereinigung von An "Himmel" und Ki "Erde". Das ist durchaus als sexuelle Vereinigung zu sehen. Dabei entstand Anki (Himmel & Erde). Aus dem unbelebten Himmel wurde der Himmelsgott An und aus Ki das Urgötterpärchen En-Ki und Nin-Ki (En-ki hier ist nicht der Enki aus Eridu). Diese "Hochzeit" wird auch die Kosmische Hochzeit genannt.
Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als S…
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Königserlass (CTH 272)

Diese "Instruktionen für Würdentäger (LÚ.MEŠ DUGUD)", deren Hauptfunktion in der Kontrolle über das gerechte Verfahren verschiedener Abgabe- bzw. Dienstleistungen zu bestehen scheint, stammt aus der Zeit zwischen Telepinu (um 1500 v.u.Z.) und Muwatalli I (1420 v.u.Z.) und kritisiert die Korruption unter den Beamten und deren Unterdrückung der „Dienstpflichtigen“ (LÚ.MEŠ GIŠTUKUL), welche die konsequente und weitere Unterdrückung des Personals unter diesen Dienstpflichtigen verursacht zu haben scheint.



[§ 1']
1 -- mein Vater
2 -- sie versammelten ... 
[§ 2']
3 -- Ihr unterdrückt weiter die Dienstpflichtigen,
4 -- und diese auch haben ihrerseits angefangen, (diejenigen, die) unter (ihnen sind,) weiter zu unterdrücken.
5 -- Habt ihr so das Wort meines Vater bewahrt?
6 -- Wenn ihr (es) nicht im Gedächtnis halten werdet,
7 -- wird es hier (für euch) kein Greisenalter geben.
8 -- Für euch gilt das Wort (Gesetz) meines Vaters! 
[§ 3']
9 -- Von denen, (die unter der Aufsi…

Terrakotten

Die Terrakotten stehen spezifisch für die Ausgrabung und Erforschung von Isin, einer Stadt, der besonders im 2. vorchristlichen Jahrtausend große Bedeutung zukam. Hier konnte eine Fülle dieser Vertreter der Kleinkunst geborgen werden, die in ihrer Detailtreue und ihrem Informationsgehalt eine bedeutende Kunstgattung darstellen.

Götterwelt: Götter kannte das Alte Mesopotamien nicht nur als monumentale Statuen in Tempeln, sondern auch als private Schutzmächte. Diese fanden als Motiv Eingang in die verbreitete Gattung der Terrakottareliefs. Dabei kamen auch mythische Wesen wie der „sechslockige Held“ und anthropomorphe Gestalten mit Tierattributen (Stierohren) vor. Eindeutiges Indiz für die Identifizierung einer menschlichen Gestalt als Gottheit war die Hörnerkrone.

Auch die Kennzeichnung des Königs konnte eindeutig sein: Er trug die Breitrand-Kappe oder das Falbelgewand, das ihn als vergöttlicht auswies.

Neben Motiven religiösen Inhalts finden sich auch Szenen, die aus dem familiären Berei…

Ägäische Schriftsysteme

Ägäische Schriftsysteme sind eine Gruppe von Hieroglyphen- und Linear (Silben/Strich)-Schriften, die im östlichen Mittelmeerraum und im angrenzenden anatolischen und syrischen Raum während der späten Bronzezeit und der frühen Eisenzeit verwendet wurden. Sie sind weitgehend verwandt aber nur teilweise entziffert.


1. Kretische Hieroglyphen sind die älteste minoische Schrift. Sie wurde vorzugsweise auf Kreta und den Inseln Kythera und Samothrake verbreitet. Sie wurden zwischen 1900 und 1700 v.u.Z. verwendet. Es gibt etwa 100 verschiedene Silbenzeichen auf etwa 330 Schriftträgern. Dazu kommen vier Zahlzeichen (1, 10, 100, 1000), ein Worttrennungsstrich und ein Kreuz, das vermutlich den Textanfang andeutet. Aufgrund der Anzahl an wortbildenden Zeichen handelte es sich – wie bei Linear A – mit Sicherheit um eine Silbenschrift. Sie sind nicht entziffert, gelten aber als Vorläufer von Linear A, das an denselben Orten entwickelt wurde.

Aus grünem Jaspis gefertigtes Siegel mit kretischen Hierog…

Vinča-Kultur

ca. von 5400 bis 4600/4550 v.u.Z. (südosteuropäische Mittel- und Spätneolithikum sowie frühes Äneolithikum) vorwiegend im Gebiet des heutigen Serbien. Zusammenfunde von Starčevo- und Vinča-Keramik beschränken sich auf wenige Gruben.

Typisch ist eine sehr qualitätvolle, überwiegend unbemalte Keramik, mit glänzend polierter Oberfläche. Tonfiguren zeigen meist stehende Frauen mit großen und vortretenden Augen und einem dreieckigen Gesicht, das von manchen Forschern als Maske gedeutet wird. Bestimmte Gegenstände, hauptsächlich kleine Statuen, wurden häufig unter Häusern vergraben gefunden, was einige als Weihopfer interpretieren.

Gräberfelder sind bisher nicht bekannt.
An Haustieren waren Hunde, Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine bekannt.
Wichtigste Kulturpflanze war Einkorn, Emmer, Nacktweizen, Spelzgerste, Erbsen, Linsen und Flachs.





Heiligtum von Parța
In Rumänien wurde ein 11,5 Meter langer und 6 Meter breiter Altarraum gefunden, der aus zwei Teilen, der Altarkammer und der Opferstel…

Karanovo-Kultur

Der Siedlungshügel von Karanowo ist einer der ältesten und größten Siedlungshügel in Bulgarien und in Europa. Er nimmt eine Fläche von 24.000 m² ein. Seine Höhe beträgt 13 m, seine Ausdehnung 250 × 150 m. Der Siedlungshügel entstand aus prähistorischen Siedlungen, die nacheinander an der gleichen Stelle, also übereinander, errichtet wurden. Der Siedlungshügel war mehr oder weniger 4000 Jahre lang durchgehend besiedelt, vom frühen 6. Jahrtausend (Jungsteinzeit) bis frühen 2. Jahrtausend v.u.Z. (frühe Bronzezeit).


Karanowo I-II: frühe Jungsteinzeit, ca. 6200–5500 v.u.Z.
Karanowo III-IV: Mittelneolithikum, ca. 5500–4950 v.u.Z.
Karanowo V: frühe Kupferzeit, ca. 4950–4500 v.u.Z.
Karanowo VI: späte Kupferzeit, ca. 4500–4000 v.u.Z.
= Warnakultur 4400 - 4100 v.u.Z.
Karanowo VII: späte Kupferzeit, ca. 4000- ? v.u.Z. bis frühe Bronzezeit (?)


Karanowo-Kultur I und II
Die charakteristische Keramik dieser Kultur waren tulpenförmige Becher mit einem hohlen Standfuß. Außerdem kugelförmige Gefäß…

Starčevo-Körös-Criș-Komplexes

Die Starčevo-Kultur, die Körös-Kultur und die Criş-Kultur treten vor 6000 v.u.Z. noch überregional einheitlich in Erscheinung ( = Proto-Starčevo-Stufe), nach 6000 v.u.Z. setzt eine Differenzierung des Keramik-Stils ein, die in der Ausprägung des Starčevo-Körös-Criș-Komplexes mündete. Mit dem Auftreten des Starčevo-Körös-Criș-Komplexes können im transdanubischen Raum erstmals Ackerbau und Viehzucht festgestellt werden. Die Bauern hielten Schafe, Ziegen, Rinder, Schweine und Hunde und kultivierten daneben Emmer, Einkorn, Weizen, Linsen und Erbsen. Die ergänzende Jagd war noch nicht in den Hintergrund getreten.

Die Starčevo-Kultur die Körös- und die Criş-Kultur, der bulgarische der Karanovo I-Komplex, sowie die griechische Proto-Sesklo- und Sesklo-Kultur gehört, im Gegensatz zu den Kulturen des Impresso-Cardial-Kreises und der teils spitzbodigen, gleichfalls eindruck- und einstichverzierten Keramik der Bug-Dnestr-Kultur, zum Kreis der Kulturen mit bemalter Keramik.


Starčevo-Kultur
Die f…

Lepenski Vir

Die ersten Siedlungsspuren in Lepenski Vir, am Eisernen Tor der Donau, stammen etwa von 7000 v.u.Z., ihren Höhepunkt erreichte die Siedlung zwischen 5300 und 4800 v.u.Z.


Proto-Lepenski Vir - frühmesolithisch - 7000 v.u.Z.
Lepenski Vir I - spätmesolithisch - 6500-5400 v.u.Z.
Lepenski Vir II - endmesolithisch - 5400-5100 v.u.Z.
Lepenski Vir IIIa - frühneolithisch - 5000-4700 v.u.Z.
Lepenski Vir IIIb - frühneolithisch


Lepenski Vir I
Die Siedlung bedeckt etwa 2.000 m2, es wurden 85 Häuser aus 5 aufeinanderfolgenen Bauphasen ausgegraben. Die Fußböden (und Hausumrisse) sind trapezförmig, wobei die längere Schmalseite
gerundet ist. In Phase LV-Ie nimmt die Rundung der Vorderseite deutlich ab, die Grundrisse der Häuser ähneln nun fast echten Trapezen.
Neben Feuerstein wurde auch Quarzit verarbeitet. Felsgestein wurde zu Keulenköpfen verarbeitet, die oft mit geometrischen Mustern verziert sind. Aus kristallinem Kalkstein wurde Schmuck wie Perlen und Anhänger oder Gürtelschnallen hergestellt. Kerami…