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Adoption eines Babys durch eine Nugig-Priesterin

Der erste auf der Tafel aufgezeichnete Fall betrifft eine Nugg-Priesterin namens Simat-Adad, die ein entblößtes Baby, ein Findelkind, rettete und adoptierte. Ein Kind, das von seinen Erziehungsberechtigten ausgesetzt wird, ist zum Zeitpunkt der Aufgabe statuslos, und niemand hat einen gesetzlichen Anspruch darauf. Wenn das Kind gerettet und daher von einer anderen Person rechtmäßig beansprucht wird, weist diese Person dem Findelkind (dem Sohn, der Tochter, dem Ehrenmann, dem Sklaven usw.) einen Status zu. Der gebräuchlichste Ausdruck, um ein Findelkind zu beschreiben, ist "derjenige, der dem Maul eines Hundes entrissen wurde" (ina pī kalbi ekim-šu). Text: Ein säugendes männliches Kind, gefunden an einem Brunnen, gerettet von der Straße, hat Simat-Adad, die nugig, einem Hund aus dem Maul entrissen, hat es einen Raben aus seinem Mund fallen lassen. Simat-Adad, die Nugig, hat ihn als ihren Sohn adoptiert und ihn als ihren Erben etabliert. In der Zukunft, wenn...

Methoden altmesopotamischer Erziehung

Edubba   𒂍𒁾𒁀𒀀  E 2 -DUB - ba - a Das Edubba war eine Institution, in der junge Schriftgelehrte in Mesopotamien des späten dritten oder frühen zweiten Jahrtausend v.u.Z. ausgebildet wurden. Die meisten über die Edubbas bekannten Informationen stammen aus Keilschrifttexten aus der altbabylonischen Zeit (ca. 2000-1600 v.u.Z.). Archäologische Belege für das altbabylonische Schulsystem legen nahe, dass die Schreiberausbildung in kleinen Räumen und meist in Privathaushalten stattfand. Einige Häuser, in denen besonders viele Schultafeln ausgegraben wurden, wurden von Archäologen als "Schulhäuser" interpretiert, in denen mit Sicherheit Schreiberziehung stattgefunden hat. Das beste Beispiel hierfür ist das "Haus F" in der Stadt Nippur . Fast anderthalb tausend Fragmente von Tontafeln wurden in diesem Haus gefunden. Sie stammen aus dem 17. Jahrhundert v.u.Z. ( Kurze Chronologie, Zeit um Samsu-iluna 's Herrschaft). Zwei weitere mögliche "Schulhäuser"...

Mädchen im Alten Orient

Nach dem Einsetzen der Geschlechtsreife wurden Mädchen für gewöhnlich verheiratet. Eine erwachsene Frau zu sein, bedeutete somit, Ehefrau zu sein und einen Haushalt zu führen, sowie Verantwortung für andere Personen (insbesondere das Kind) auszuüben. Kleinkinder wurden im Alten Orient bis etwa zum 3. Lebensjahr von der Mutter oder der Amme gestillt. Falls die Mutter eine Sklavin war und verkauft wurde, oder in Schuldknechtschaft kam, blieb ihr (zu stillendes) Kind bei ihr. Lohnlisten aus dem 3.JT. v.u.Z. zeigen, dass Nahrungsrationen für die Mutter und das Kind ausgeben wurden. Eine konkrete Geschlechterteilung durch Begriffe (wie Sohn/Tochter) gab es (insbesondere für Kleinkinder) nicht, für ale galt der Begriff "dumu" (Kind, Sohn). Jedoch gab es auch Beschwörungen, die eine leichtere Geburt erwirken sollten, bei denen das Geschlecht des Kindes wichtig war und unterscheiden wurde. Allerdings bezieht sich auch diese Unterscheidung nicht auf die biologischen Geschlechtsmerkm...

zur sumerischen Sprache

Sumerisch (Eigenbezeichnung: 𒅴𒂠 eme-ĝir „einheimische Sprache“) Kengir - Eigenbezeichnung der Sumerer für ihr Gebiet Saĝgeggega ( saggiga) - "Schwarzköpfige" (Selbstbezeichnung der Sumerer) ( saĝ = Kopf +  giggi ; gi 6 -gi 6 = schwarz (sein)) (uĝ 3  saĝ gig 2 - Leute + Kopf + schwarz sein .. aus Inanna und Šu-kale-tuda  Zl.209) zur Transliteration: á = a2 é = e2 í = i2 ú = u2 à = a3 è = e3 ì = i3 ù = u3 etcsl: c = š j = ĝ or g̃ h = ḫ vielfache Verwendung des Zeichens "KA":  ka - Mund zú - Zahn gù, inim - Wort dug4, du11 - sprechen Determinative: Ab Ende der archaischen Schriftstufe treten in zunehmendem Maße "Deutzeichen" ("Determinative") auf, die vor, oder seltener hinter Substantive gesetzt werden. Die Verwendung der Determinative nimmt mit der Zeit zu. Ze...